eHealth-Barometer

Seit 2009 wird im Rahmen der InfoSocietyDays das Swiss eHealth Barometer erstellt. Dabei wird dem aktuellen Stand und der Entwicklung von eHealth in der Schweiz auf den Grund gegangen. Das gfs. Forschungsinstitut führt jeweils eine represantive Umfrage bei Gesundheitsfachpersonen und der Bevölkerung durch. 

Meinung der Bevölkerung zu eHealth (2020)

Die wichtigsten Resultate der Umfrage 2020 bei der Bevölkerung finden sie hier. Eine zentrale Aussage der aktuellen Umfrage kann wie folgt zusammengefasst werden:

"Das elektronische Patientendossier steckt in der kritischen Phase seiner Einführung. Eine Mehrheit der Bevölkerung unterstützt dieses Bestreben nach wie vor und kann sich auch die eigene Verwendung eines solchen EPD vorstellen. Die aktuelle Herausforderung bei der Einführung, wie auch der Umstand, dass erst wenige Leute selber persönliche Erfahrungen mit dem Angebot des EPD gemacht haben, führen zu einer erhöhten Unsicherheit. Damit diese Unsicherheit temporär bleibt und nicht über eine längere Dauer ein Hindernis für das EPD wird, muss die Bevölkerung rasch erste eigene Erfahrungen mit dem EPD machen und der Dialog mit der Bevölkerung muss gesucht werden, um so einer Vorteilssicht mehr Aufwind zu verschaffen."

Meinung der Gesundheitsfachpersonen zu eHealth (2020)

Die wichtigsten Resultate der Umfrage 2020 bei den Gesundheitsfachpersonen finden Sie hier. Eine zentrale Aussage der aktuellen Umfrage kann wie folgt zusammengefasst werden:

"Die elektronische Speicherung und Verwaltung von Patientendaten setzt sich vermehrt durch und verdrängt allmählich die analogen Methoden zur Dokumentation von Gesundheitsdaten. So hat sich beispielsweise der Anteil der Praxisärztinnen und Praxisärzte, welche die Krankengeschichte ihrer Patientinnen und Patienten elektronisch führen, kontinuierlich erhöht. In anderen Bereichen hingegen stockt die Digitalisierung im Schweizer Gesundheitswesen. Dies wird dieses Jahr besonders bei der Vernetzung der Gesundheitsfachpersonen deutlich: Die internen und externen Vernetzungsindizes haben sich 2020 kaum verändert und insbesondere die externe Vernetzung bleibt immer noch auf tiefem Niveau bestehen. Die Nachfrage der Patientinnen und Patienten nach Zugriff auf und Austausch von elektronischen Gesundheitsdaten wird nicht bedient. Hier besteht eine Lücke, die potenziell durch Digitalisierungsbestrebungen, wie dem elektronischen Patientendossier, geschlossen werden könnte.."